Gedenkfeier in Leipzig 2014

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Auch in diesem Jahr haben die Schwestern der Kinderintensivstation des Herzzentrums eine Gedenkfeier für die verstorbenen Herzkinder ausgerichtet. Es war wie immer wundervoll traurig-schön … wir waren inzwischen schon zum dritten Mal dort und konnten uns über einige bekannte Gesichter freuen. Grund zu Freude ist auch, dass von Jahr zu Jahr mehr kleine Kinder dort anzutreffen sind – viele Familien nehmen all ihren Mut zusammen und bekommen nach dem gestorbenen Kind noch ein oder mehrere Kinder. Und es ist so schön zu sehen, wie diese Kinder Wärme und Fröhlichkeit in die Familien bringen.
Natürlich kommen auch viele Kinder, deren jüngere Geschwister gestorben sind. Das find ich auch ganz wunderbar und natürlich bringen auch diese Kinder viel Sonnenschein in ihre Familien.
Wie schön, dass die Kinder auch an diesem Teil des Familienlebens teilnehmen dürfen (sofern sie möchten, natürlich).

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Wie in jedem Jahr haben wir nach der Feierstunde Luftballons mit unseren Wünschen für unsere gestorbenen Kinder in den Himmel fliegen lassen …

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Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahres war es diesmal ganz grau und trüb, nasskalt und ungemütlich. Aber auch das passt.

Zum Abschluss möchte ich Euch ein Stück von Hermann van Veen dalassen. Es wurde während der Feierstunde vorgespielt und hat mich sehr tief berührt – berührt mich immer noch. Es heißt “Lucas”.

Hermann van Veen – Lucas
(von youtube.com)

7. November 2011 :: 13.40 Uhr

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Du bist nicht tot,
Du wechselst nur die Räume,
Du lebst in uns und gehst durch unsere Träume.

(Michaelangelo)

 

 

 

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Zwei Jahre schon. Manchmal kommt es mir vor wie gestern. Und heute: Rückblicke.
Wie spät ist es? Um diese Uhrzeit sprach der Arzt mit uns … dann kam der Anruf aus der Klinik … dann wurde Madita reanimiert … da kamen wir auf die Station … da hielten wir sie im Arm …
Um 13:40 Uhr keine Worte.

Jetzt ist es 18:32 Uhr. Vor zwei Jahren saßen wir um diese Zeit noch oben auf der Station mit Madita im Zimmer. Etwa eine Stunde später sind wir gegangen und haben unser Baby, eingepuckt in ein weißes Tuch, zurückgelassen. Oder besser: ihren Körper.

Sie selbst war schon lange nicht mehr da.