Endlich Frühling …
Wenn Kinder sterben
Ein Beitrag im WDR vom 11. April 2013:
Menschen hautnah – Wenn Kinder sterben. Weiterleben mit der Trauer.
Bitte helft mit!
Eine sehr engagierte Mama, die ihre Tochter in der 19. Schwangerschaftswoche gehen lassen musste, hat eine Petition zur Verschönerung des Sternenkindergrabes auf dem Friedhof in Frankfurt ins Leben gerufen. Auf diesem Grabfeld wurden Kinder beerdigt, die bei ihrer Geburt weniger als 500g wogen und somit bis vor kurzem nicht als Mensch galten (d. h. keine Geburtskurkunde, kein Eintrag beim Standesamt, etc.)*. Leider ist dieser Ort eher vernachlässigt – für die Eltern ist es aber wichtig, dass es einen schönen, liebevollen Ort gibt, an dem sie ihrer Kinder gedenken können.
Klickt bitte mal rein, dort gibt es auch noch mehr Informationen. Es wär schön, wenn Ihr auch unterzeichnen könntet – das geht auch anonym. Letztlich sitzen wir Eltern mit den Kindern im Himmel doch alle im gleichen Boot … so unterschiedlich die Geschichten auch sein mögen.
Lasst unsere Engel erstrahlen!
Habt vielen Dank, liebe Leser, für Eure Unterstützung!
* Inzwischen hat der Bundestag eine Änderung im Personenstandgesetz beschlossen: alle Kinder, egal wie klein, dürfen bestattet und eingetragen werden.
Mit der Trauer leben
Besonders um Weihnachten und den Jahreswechsel herum kamen uns viele Gedanken. Wie es wohl wäre, Weihnachten mit zwei kleinen Mädchen zu feiern? Madita hätte sicher viel Freude an dem raschelnden Papier gehabt, während die kleine Schwester alles friedlich verschlafen hätte. Aber so war und ist es nun eben nicht.
Gestern habe ich bei der Löwenmama einen Artikel gelesen, der mir aus der Seele sprach. Genau so ist es! Und weil mir das Formulieren und In-Sinnvolle-Worte-Fassen gerade sehr schwer fällt, darf ich ihren Artikel hier verlinken: Eine Lanze für Trauernde brechen. Lest doch einmal dort hinein, wenn Ihr mögt …
Ich möchte auch weiterhin, auch und gerade mit der kleinen Schwester, das Recht haben, zu trauern. Mich nicht verurteilen oder bewerten zu lassen für mein Verhalten, mein “Versagen” in bestimmten Situationen, meine Entscheidungen, wie auch immer man sie finden mag. Niemand, der nicht unseren Weg gegangen ist, darf darüber urteilen. Das muss ich mir auch selbst immer wieder sagen. Für uns ist es gut, dass nun die kleine Schwester bei uns lebt. Und dennoch dürfen wir weiter um Madita trauern – anders, aber trauern. Trauern heißt nicht, unentwegt traurig, oder besser: offensichtlich traurig, zu sein. Ich kann gar nicht richtig sagen, wie unsere Trauer gerade aussieht. Aber sie ist da. Jeden Tag. Trotz all der Freude, die die kleine Schwester uns bereitet.
Apfelbäumchen
Herr Mey hat das sehr treffend formuliert, weswegen wir gern auf ihn verweisen mögen:
Ganz unten kann man das Lied anhören!
Die kleine Schwester
Heute vor einem Jahr
Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Führe die Straße, die du gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab.
Hab’, wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Bis wir uns ‘mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt.
Er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Irisches Segenslied







