Mit der Trauer leben

Besonders um Weihnachten und den Jahreswechsel herum kamen uns viele Gedanken. Wie es wohl wäre, Weihnachten mit zwei kleinen Mädchen zu feiern? Madita hätte sicher viel Freude an dem raschelnden Papier gehabt, während die kleine Schwester alles friedlich verschlafen hätte. Aber so war und ist es nun eben nicht.

Maditas Garten am Heiligen Abend

Gestern habe ich bei der Löwenmama einen Artikel gelesen, der mir aus der Seele sprach. Genau so ist es! Und weil mir das Formulieren und In-Sinnvolle-Worte-Fassen gerade sehr schwer fällt, darf ich ihren Artikel hier verlinken: Eine Lanze für Trauernde brechen. Lest doch einmal dort hinein, wenn Ihr mögt …

Christkind?!

Ich möchte auch weiterhin, auch und gerade mit der kleinen Schwester, das Recht haben, zu trauern. Mich nicht verurteilen oder bewerten zu lassen für mein Verhalten, mein „Versagen“ in bestimmten Situationen, meine Entscheidungen, wie auch immer man sie finden mag. Niemand, der nicht unseren Weg gegangen ist, darf darüber urteilen. Das muss ich mir auch selbst immer wieder sagen. Für uns ist es gut, dass nun die kleine Schwester bei uns lebt. Und dennoch dürfen wir weiter um Madita trauern – anders, aber trauern. Trauern heißt nicht, unentwegt traurig, oder besser: offensichtlich traurig, zu sein. Ich kann gar nicht richtig sagen, wie unsere Trauer gerade aussieht. Aber sie ist da. Jeden Tag. Trotz all der Freude, die die kleine Schwester uns bereitet.

Grüffelokind