Ein Stückchen Ostsee

Von dort …

… nach hier:

Mit blauen Streuseln überall – das fänd Madita bestimmt ziemlich lustig. Denn ich mag es nicht, wenn gefräßige Nacktschnecken die ganzen Blüten aufmampfen.

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Danke

Danke den drei Vierteln unserer Eltern, die Ihr uns aus der Nähe und aus der Ferne immer unterstützt habt – sei es durch das vor-Ort-Sein und das nach-Leipzig-Fahren oder durch Telefonate und Besuche. Danke für die Übernahme organisatorischer Aufgaben während der gesamten Zeit, auch bei der Beerdigung. Danke, dass Ihr an Madita geglaubt habt, mit uns gehofft und uns vor allem Mut gemacht habt.
Danke, dass Ihr nach wie vor für uns da seid.

Danke unseren beiden Hebammen und der Yogafrau – für die Begleitung der Schwangerschaft, der Geburt und ganz besonders der Zeit direkt danach. Dass Ihr da wart … uns begleitet habt, vor allem während des Anrufes in Leipzig, als unsere Welt zusammenbrach. Dass Ihr auch danach immer den Kontakt aufrecht erhalten habt und uns auf Maditas letztem Weg begleitet habt.

Danke unserer Kinderärztin, die ohne zu Zögern ins Geburtshaus kam und schnell entschieden hat. Dem Arzt in Halle, der den Zusammenhang zwischen dem Kopfhautdefekt (der heißt übrigens Aplasia cutis congenita, ICD10 Q84.4) und einem möglichen Herzfehler kannte und sofort den Helikopter angefordert hat.

Danke unserem Pfarrer, der ohne zu Zögern unmittelbar nach seinem Urlaub nach Leipzig kam, um Madita zu taufen. Der selbst so ergriffen war von der Situation (das hat mich sehr berührt). Der uns nach ihrem Tod zur Seite stand und mit uns das Requiem und die Beerdigung geplant hat. Der so gute und tröstliche Worte fand und das Requiem zu dem gemacht hat, was es war.

Danke dem Team der Kinderintensivstation im Herzzentrum Leipzig. Den Schwestern und Pflegern, die sich so liebevoll um Madita gekümmert haben, immer sehr nett und verständnisvoll uns gegenüber waren und uns so viel Teilhabe wie es ging möglich gemacht haben. Danke all den Ärzten, die sich Tag für Tag für Madita eingesetzt haben. Danke dem operierenden Professor, der so sorgfältig trotz der Widrigkeiten Maditas kleines Herz geschützt hat.
Vor allem danken wir ‚unserem‘ Oberarzt, der uns mit immer ehrlichen, nichts beschönigenden Aussagen zur Seite stand und uns auf Augenhöhe aufgeklärt hat. Der unheimlich menschlich und würdevoll gehandelt hat, insbesondere in Maditas letzten Lebensmomenten. Wir sind ihm unendlich dankbar, dass er Madita zweimal reanimiert hat, so dass wir sie in ihrem Sterben begleiten konnten. Danke auch für das gute Gespräch nach Maditas Tod.
Wir sind menschlich sehr beeindruckt (fachlich natürlich auch).

Danke allen Angehörigen unserer Familien, die sich um Madita, um uns und um unsere Eltern gesorgt haben und uns allen beistanden – auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Danke unseren Freunden und Bekannten, die uns in der Nähe und in der Ferne unterstützt haben, an uns gedacht und für uns gebetet haben.
Ganz besonderer Dank gilt dabei jenen, die auch heute noch immer wieder nachfragen, da sind, Rücksicht nehmen und nicht erwarten, dass wir wieder ’normal‘ sind. Das werden wir nie wieder sein, denn Maditas Tod ist unsere Normalität. Die sich nicht aus Angst vor ihrer eigenen Unsicherheit und möglichen Tränen unsererseits abwenden.

Danke an die Internetgemeinde, die plötzlich ganz real und greifbar wurde und uns durch Post und vor allem durch Gedanken, Kerzen und gute Worte hier im Blog und anderswo beistand und es auch heute noch tut. Danke allen, die still mitlesen und nicht schreiben.

Danke für alle Besuche in Leipzig, für die unglaublich vielen Päckchen, Briefe und Emails, die uns von bekannten und unbekannten Menschen erreichten und uns Mut gemacht haben. Bis heute wissen wir bei vielen nicht, wer der Absender ist. Danke für das Große-Schwester-Geschenk zum Festhalten, das hat uns sehr gerührt.

Danke allen, die zu Maditas Requiem und Beerdigung gekommen sind und auch all jenen, die gern gekommen wären, es aber nicht konnten. Für all die Karten und kleinen Geschenke. Für die finanzielle Unterstützung. Allen, von denen wir heute ab und zu Dinge in Maditas Garten finden, von denen wir nicht wissen, wer sie dort hingelegt hat.

*

Hier würde ich gern das Video und den Text zu einem Lied von Reinhard Mey verlinken. Leider ist der Text noch nicht auf seiner Homepage veröffentlicht – ich könnte ihn aus dem Booklet abtippen, das möchte ich aber nicht. Das Lied als Video kann ich auch nicht finden. Wer aber das Album ‚Mairegen‘ daheim hat, darf sich nun Titel Nummer vier anhören.

(Sobald der Text auf seiner Homepage erscheint, werde ich ihn hier verlinken)