Nochmal Leipzig …

Gestern waren wir wieder in Leipzig. Das Herzzentrum veranstaltet jedes Jahr eine Gedenkfeier für die gestorbenen Kinder. Und dort waren wir. Es wurden Texte vorgetragen, Musik gespielt und alle Namen verlesen. Das waren so viele! Dann durften alle eine Kerze für ihr Kind anzünden und eine kleine Wolke mit nach Hause nehmen, als Erinnerung. Und im Garten haben wir Luftballons mit guten Wünschen steigen lassen. Wunderschön war es und sehr traurig.

 

Einige Schwestern haben alles so liebevoll vorbereitet, Kuchen gebacken und Salate gerührt, Wolken gebastelt, sich Gedanken gemacht und alles organisiert … es ist schön, dass an unsere Kinder gedacht wird und dass Menschen, die uns in der Zeit mit unseren Kindern begleitet haben, sich nun solche Mühen machen. Vielen Dank dafür!

 

In Maditas Gärtchen sieht es schon ein bisschen herbstlich aus. Aber draußen ist es ja auch schon manchmal so … ich liebe den Herbst.

Ausflug nach Leipzig

Heute waren wir in Leipzig im Herzzentrum und haben „unseren“ Arzt besucht. Haben ein Bild von Madita für die Bilderwand überreicht, geschwatzt und unsere Überraschung für die Kinder auf der Intensivstation ausgepackt. Die Freude war überwältigend! Wir haben uns gefreut, dass die Station sich so freut – und möchten hier all‘ den Menschen danken, die sich, strickend und nähend, daran beteiligt haben! Das war soo toll!

In zwei Wochen ist in Leipzig die Gedenkfeier für die gestorbenen Herzkinder, dann sehen wir viele Menschen wieder. Wir freuen uns drauf, sofern man sich auf so etwas freuen kann …

Es war gut, heute wieder dort zu sein. Gut und komisch. Am seltsamsten war der Geruch – unglaublich, wie stark Gerüche Emotionen wachrufen können. Ich hatte diesen Krankenhausgeruch völlig verdrängt.

Als wir ankamen auf dem Parkplatz landete gerade ein Helikopter auf dem Dach. Viele Erinnerungen wurden wach … als wir fuhren, startete auch der Helikopter wieder.

 

Der Madita haben wir etwas mitgebracht: vor der Klinik ist ein großes Sonnenblumenfeld zum Selbstschneiden. Letztes Jahr, als wir kamen, blühte es dort noch für vielleicht eine Woche. Nun standen die Blumen in ihrer vollen Pracht da und wir konnten nicht widerstehen.